„Liegt es am Team – oder an mir?“ Die teuerste Frage deines Unternehmens.
Du kennst diese Frage. Du hast sie dir selbst schon gestellt. Solange sie unbeantwortet bleibt, kostet sie dich täglich Zeit, Energie, Entscheidungskraft.
Eine Frage. Zwei mögliche Antworten. Meistens die falsche.
Es ist die Frage, die kein Geschäftsführer laut stellt.
Aber fast jeder denkt sie.
Sie taucht auf, wenn die gleiche Aufgabe zum dritten Mal falsch erledigt wird. Wenn dein Vertriebsleiter wieder mit einem Problem kommt, das er selbst lösen sollte. Wenn du merkst: Ohne mich läuft hier nichts.
„Liegt es an meinem Team — oder mache ich irgendetwas falsch?„
Die meisten Führungskräfte beantworten diese Frage aufs der Emotion heraus. Oder sie beantworten sie gar nicht, weil sie zu unbequem ist. Beides wäre ein Fehler.
Warum Bauchgefühl hier versagt
Dein Bauchgefühl ist kein neutrales Messinstrument. Es ist gefärbt durch den letzten Konflikt den du noch gut in Erinnerung hast, durch Loyalität, oder durch Ego-Schutz.
Wenn dein Team nicht liefert, neigst du dazu, den Fehler dort zu suchen. Das ist menschlich. Und meistens unvollständig.
Aber was sich in meinen Analysen immer wieder sehe: Manchmal liegt der Haupttreiber beim Team. Manchmal beim CEO. Manchmal im System, wie z.B. in unklaren Strukturen, fehlenden Prozessen, widersprüchlichen Erwartungen. Ohne Daten weißt du nicht, welcher Anteil welcher ist. Und ohne diese Klarheit veränderst du das Falsche.
Die drei Ebenen, die du messen musst
Führungsprobleme haben selten eine einzige Ursache. Sie entstehen auf drei Ebenen gleichzeitig – und fast jede Analyse, die ich sehe, misst nur eine davon.
Ein erster Selbstcheck – vier Fragen
Vier Fragen zum Einstieg
Die folgenden Fragen sind kein vollständiges Diagnoseinstrument. Aber es gibt dir einen ersten Hinweis, auf welcher Ebene du suchen solltest.
Beantworte jede Frage ehrlich. Nicht wie du es dir wünschst, sondern wie es tatsächlich ist.
Frage 1: Wenn deine Führungskraft mit einem Problem zu dir kommt, hat sie meistens einen eigenen Lösungsvorschlag dabei?
- Ja, fast immer → Kompetenz ist vorhanden, Systemdesign prüfen
- Manchmal → Mandatsklarheit unklar
- Selten oder nie → Kompetenz- oder Motivationslücke
Frage 2: Könntest du zwei Wochen komplett offline gehen, ohne dass kritische Entscheidungen liegenbleiben?
- Ja, problemlos → dein System trägt
- Mit Einschränkungen → du bist noch zu sehr Engpass
- Nein, undenkbar → das System hängt an dir, nicht an der Struktur
Frage 3: Weißt du heute, welche konkreten Entscheidungen deine Führungskräfte letzte Woche ohne dich getroffen haben?
- Ja, ich habe einen Überblick → Transparenz ist vorhanden
- Teilweise → Reporting-Struktur fehlt
- Nein → du führst ohne Datenbasis
Frage 4: Wenn du an deine letzte schwierige Führungssituation denkst – hast du das Problem gelöst, oder hat dein Team es gelöst?
- Mein Team → Eigenverantwortung funktioniert
- Gemeinsam → du bist noch zu nah am operativen Geschehen
- Ich → du bist der Engpass
Die Frage ist nicht schwach – sie ist präzise
Wer fragt „Liegt es am Team oder an mir?“ zeigt keine Unsicherheit. Er zeigt, dass er das Problem ernst nimmt.
Die Schwäche liegt nicht in der Frage. Sie liegt darin, sie ohne Daten zu beantworten.
Du hast den Selbstcheck gemacht — und weißt jetzt, dass da etwas ist. Aber nicht genau was. Dann ist der nächste Schritt keine Selbstreflexionsübung mehr. Sondern eine Analyse, die dir schwarz auf weiß zeigt, wo der Engpass liegt – im Team, in dir, oder im System.
Bist du bereit?
Das ist der Führungsbefund.

Hinweise:
Bilder: Canva, Dr. Headshot
Text: in Co-Creation mit KI erstellt
